OGA Offene Galerie ardizón

Martin Dickinger & Shinji Komiya

21.07.2006 - 22.09.2006

»Halde Nr. 23«

Dickinger ist ein Duplizierer, einer, der Gesehenes, Vorgefundenes, Imaginiertes in einer immensen Menge herstellt, anhäuft, anreichert und somit eine Parallelwelt installiert, die der Realwelt so fremd nicht ist. Doch ist die Haltung der Anhäufung bei Dickinger mit einem Schuss Selbstironie gewürzt, ist zugleich Zitat einer Unmöglichkeit, Bleibendes hinzustellen: Ein Ding und kein anderes. Die Unmöglichkeit wird als Kritik am Konsumdenken empfunden, sie steigert sich in ein Extrem, das an seinem anderen Pol Leere, Entleerung, Stilllegung meint (»Stilllegung der Deponie«, so ein Bonmot aus Tageszeitungen, jenem Grundmaterial für den Werkstoff des Bildhauers). Zeitung, zerkleinert als Werkstoff für Papiermaché, mit Kleister versetzt, drückt Gegenstände ab, drückt Gegenwart aus. Eine Logik, die materialimmanent und selbstbezüglich funktioniert. Scheinbar beiläufig, wenngleich obsessiv, arbeitet der Bildhauer an seinem Werk.

»NoisioN«

Shinji Komiya wurde 1961 in Hakkaido (Japan) geboren. 1987 beendet er seine Studienzeit an der Tama Art University. Komiya fertigt Objekte an der Schnittstelle zwischen Gebrauchsdesign und Kunst, welche man schlicht als Lichtobjekte bezeichnen kann. Aus Papier, Draht, Geäst und ausrangiertem Mobiliar entstehen Wandobjekte, die mit Gegensätzen spielen. Das filigrane Papier wird oft mit Rahmen aus massivem, abgenutzem Holz kontrastiert. Größere Objekte erhalten ein Innenleben aus Wasser, mit dem ein bizarres Lichtspiel erzeugt wird.

OGA Offene Galerie ardizón

»Promenadologie Projekt«

19.06.2011 - 26.06.2011