OGA Offene Galerie ardizón

Dieter Krieg

16.06.2007 - 04.08.2007

»Weil es nichts zu malen gibt...« oder von der Banalität der Wirklichkeit*

Unbedeutende Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, Verzehrs oder Konsums wie Eimer, Taschenlampen, Fernsehantennen, Spazierstöcke, Blütenzweige, Pommes frites oder Fleischstücke, die im Allgemeinen kein besonderes Interesse hervorrufen sind Bildthemen Dieter Kriegs künstlerischer Arbeiten. Seine Malerei unterläuft kunsthistorische Wertvorstellungen, in dem die Objekte, die geradezu vor Banalität strotzen, nicht mit Vorstellungen befrachtet sind, die über ihre Dingwirklichkeit hinausgehen. Aber sie schaffen malerische Freiräume. Ironie und Widerstand ist Dieter Kriegs künstlerische Strategie, in dem er die Bildmotive in einer Erhabenheit das gesamte Bildfeld beherrschend inszeniert.

Dieter Krieg stellt von Anbeginn seiner künstlerischen Laufbahn die modernistische Ablehnung der figurativen Malerei als “traditionell”, politisch reaktionär und anti-avantgardistisch in Frage. Er erregte Aufmerksamkeit und ablehnende Reaktion nicht nur durch das klare Bekenntnis zur Figuration sondern auch durch das Harte, betont Unpoetische seines künstlerischen Vortrags.
Seine Bilder imponieren vor allem durch ihre dicken, unruhigen Farbflächen. Sie sind in mehreren Schichten übereinander gelagert wie reliefartige Landkarten mit Erhöhungen und Senken und verdinglichen damit das Abbild. Auch das Radierwerk erweist sich als außerordentlich facettenreich und zeigt seine radikale Haltung dem Medium gegenüber.

Ab 1971 nimmt er Lehraufträge an der Kunstakademie in Karlsruhe und an der Städelschule in Frankfurt wahr. In Düsseldorf erhält er 1978 bis 2002 an der Kunstakademie eine Professur.
Heute ist er ein Maler mit beträchtlicher Reputation sowie einer langen Liste nationaler und internationaler Ausstellungen. An großen Biennalen nahm er wiederholt teil. Seit den sechziger Jahren bis über seinen Tod hinaus wurde Krieg mit unzähligen Auszeichnungen geehrt.

OGA Offene Galerie ardizón

»Promenadologie Projekt«

19.06.2011 - 26.06.2011