OGA Offene Galerie ardizón

US4

21.09.2007 - 29.10.2007

Die Gruppenausstellung, mit dem Titel US Four, präsentiert Arbeiten, der im Osten der USA lebenden KünstlerInnen, Hedya Klein, Fred HC Liang, Jennifer Nuss und Tomas Vu. Der Titel verweist sowohl auf die Herkunft der KünstlerInnen als auch auf den Umstand, dass die 4 sich gut bis sehr gut kennen.

Hedya Klein

lebt und arbeitet in New York | USA

Hedya Klein, geboren in Tel Aviv (Israel), verwendet bei Ihren Arbeiten unterschiedliche Medien, wie Installation, Fotografie, Zeichnung und Druck.

In ihrer jüngsten Serie von Zeichnungen bezieht sie sich auf Naturstudien von Pflanzen, Samenkapseln, Insekten etc. - Fundstücke vom Wegrand die weitergeführt werden, reduziert und abstrahiert, bis sie als eigentümliche, informationsfreie Ornamente einer spröden Schönheit ein 2. Leben annehmen.

Fred Han Chang Liang

lebt und arbeitet in Boston | USA

Der Inhalt der Arbeiten des Fred Han Chang Liang (aufgewachsen im China der Kulturrevolution, 1976 nach Kanada ausgewandert) oszilliert zwischen den Meditationstechniken fernöstlicher Philosophien und westlichen Wissenschaftsphantasien – beides Niemandsländer, in denen zwar mit unterschiedlichen Methoden, aber nach ähnlichen Gesetzmäßigkeiten vorgegangen wird. Ausschnitt, Standpunkt, Blickwinkel, Konzentration, Visualisierung sind wichtig. Die genaue, geduldige, distanzierte Betrachtung, wobei durch die Veränderung von Parametern (wie Maßstab, Auflösung, Kontrast...) die Oberfläche der Realität aufgelöst wird und völlig neue Strukturen zutage treten, die der wahrgenommenen Realität zugrunde liegen. Ob Makrowelten des Universums oder die kleinen Welten der Nanobiotechnologie oder mathematische Systeme: an ihren Grenzen spielen Fragen der Erkenntnisphilosophie eine immer wichtigere Rolle. Faszinierend auch für jene, die von der jeweiligen Materie nichts verstehen. Ob Wurmlöcher, Chromosomenstränge oder molekulare Modelle – alle zeugen vom Versuch das Unfassbare zu fassen, zu begreifen (...und auch davon wie unser Erkenntnisapparat funktioniert).

An dieser Schnittstelle von Perzeption und Konzeption siedelt sich Liangs Arbeit an – sie irritiert, imitiert, täuscht vor und vollzieht nach. Wie Bilder aus diesen Wissenschaftswelten sind Fred Liangs Bilder überzeugend “echt”, wozu in nicht geringem Maße die Verwendung digitaler Bildbearbeitung beiträgt. Und gerade das lässt uns vorsichtig werden heutzutage.

Jennifer Nuss

lebt und arbeitet in New York | USA

In den großformatigen Gouachen von Jennifer Nuss, geboren in Brooklyn (New York) sind Freaks, Zirkusmädchen, Feen und Göttinnen weit mehr Bewohnerinnen einer Nebenwelt, als einer Überwelt. Ähnlich wie bei den Göttern der klassischen Antike, bei Comic-Superhelden und Zirkusleuten basiert ihre Besonderheit auf einer Spezialisierung, einer Sonderbegabung (manchmal durchaus auch einem Defekt). Ansonsten aber sind sie ziemlich handfest und menschlich.

Tomas Vu

lebt und arbeitet in New York | USA

In den Arbeiten von Tomas Vu, geboren in Saigon (Vietnam) überlagern sich Siebdrucke nach alten erotischen, chinesischen Vorbildern, verwirbeln in spasmischen Mustern, verbinden sich mit floralen Elementen. Unter einer sehr ästhetischen Oberfläche wimmelt ein irrwitziges Entstehen und Vergehen – ein Pandämonium von Begierden und Ängsten – dicht verwobene Texturen, in die man nur langsam vordringt.

Bilder von der Ausstellung

OGA Offene Galerie ardizón

»Promenadologie Projekt«

19.06.2011 - 26.06.2011