OGA Offene Galerie ardizón

Hoor+Svoboda

29.01.2008 - 23.02.2008

»gut gelaunt wie eh und je«

Thomas Hoors Bilder sind Augenblicksaufnahmen. Doch die Zeit kommt in ihnen nicht zur Ruhe, nichts an ihnen ist Stillstand. Sie zeigen Ausschnitte aus der vergehenden Zeit, die übrigens meist zu Ungunsten der dargestellten Personen vergeht.

Das Personal dieser Bilder steht auf einem Boden, von dem nicht sicher ist, ob er trägt. Und weil die Personen von dieser Unsicherheit infiziert sind, zeigen sie Blessuren und Verletzlichkeit. Aber vorallem zeigen sie, daß sie kaum die Kraft haben zu existieren. Sie zeigen es in Gesten unfreiwilliger Komik. Doch der Maler verrät seine Kinder niemals.

Er zeigt für jedes von ihnen Einfühlung,gibt jedem seinen Ort im Bild, auch wenn dieser Ort nur die Breite eines Schuhs bedeutet.

Die Galerie ardizón zeigt im Rahmen dieser Ausstellung die neuen Ölbilder von Thomas Hoor. Ebenfalls wird eine Auswahl seiner 100 Zeichnungen, die während des 2 monatigen Künstleraustausch zwischen der Stiftung Bilbao Arte und dem Land Vorarlberg entstanden sind, das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

»The Beggars Opera« + »The Tragedy of Romeo and Juliet«

Robert Svoboda beschäftigt sich in seinen grafischen Arbeiten auf höchst ungewöhnliche Weise mit literarischen Themen. Sein Grafikzyklus »The Beggar’s Opera«, 2006/07 ist eine visuelle Bearbeitung der Bettleroper von John Gay.

Eine Satire über Bettler, Huren und Künstler in einer neuen visuellen Bearbeitung voll Witz, Wehmut, Herzlichkeit und Ironie.

In die Rolle der Bettler und Huren treten befreundete Künstler. Svoboda “besetzt” das Stück neu und ist selbst Darsteller, Regisseur und Maskenbildner. Die Protagonisten wurden mittels Fotoretouchen digital leicht verfremdet (geschminkt) und im Siebdruck auf brauner Wellpappe mit original Textzitaten gedruckt.

Regie: Jonathan Jeremiah Peatchum
Ort: Wien, Anfang dieses Jahrhunderts

»The Beggar’s Opera« von John Gay wurde 1728 als Satire auf die Opern von Georg Friedrich Händl uraufgeführt, Anfang des 20 Jahrhunderts wurden John Gay’s Texte von Elisabeth Hauptmann vom Englischen ins Deutsche übersetzt, von Bertolt Brecht bearbeitet und mit der Vertonung von Kurt Weill als »Dreigroschenoper« 1928 in Berlin uraufgeführt.

Eine weitere Arbeit von Robert Svoboda hat ebenso einen literarischen Hintergrund: Die Grafikedition »The Tragedy of Romeo and Juliet«, 2007 (Siebdruck auf Karton) mit ausgewählten Textzitaten von Shakespeare am Beispiel der kubanischen Zigarre »Romeo y Juliet« de Alvarez y Garcia, Habana Size: Churchill Handmade.
Textphrasen aus Shakespeares Drama begleiten den “Weg” der Zigarre, von der edlen Verpackung in vollendeter Form bis zum Häufchen Asche.

OGA Offene Galerie ardizón

»Promenadologie Projekt«

19.06.2011 - 26.06.2011