Zwischen Fläche und Linie
»Toy Cunningham«
Toy Cunningham wurde in Südafrika in Johannesburg geboren und übersiedelte 1972 nach Österreich. Sie lebt und arbeitet in Lustenau, doch ihre Südafrikanischen Wurzeln wieder spiegeln sich auch in ihren Werken. Es steht das queren und pendeln von Kontinent zu Kontinent in Beziehung, indem es dem Raum negiert, darauf verzichtet, ein hier und dort zu fixieren. Es scheint in Toy Cunninghams Bildern nichts Geschlossenes auf. Sie legt Wert auf Nuancen, Valeurs und setzt unter dem Anspruch einer Bildprosa der Verhältnisse auf einen Formenkanon mit individualästhetischem Entwicklungsprogramm. Monochrome Felder und organisierte, kontrastierende Raster oder Gittergeflechte, die sich in den Wahrnehmungszonen von Räumlichkeit und Illusion siedeln.
»Christian Eder«
Auch die aktuellen Arbeiten stellen das Ergebnis eines kalkulierten und kontrollierten Umgangs mit Ölfarbe dar. Auf dem Grau der Leinwand untersucht Eder die Wechselwirkung von Linien und Flächen, quadratische, ausgewogene Bildformate bevorzugend, da sich über dieses Format die Farbe optisch im Raum in alle Richtungen gleichermaßen auszubreiten vermag. Eine persönliche, individuelle Handschrift spielt dabei überhaupt keine Rolle, die Farbe soll losgelöst, befreit von individuellen Überfrachtungen autonom in ihrer Qualität wahrnehmbar und erlebbar werden und in weiterer Folge ihre Wirkung im Raum entwickeln können. Die Arbeiten stellen eine Verdichtung der Auseinandersetzung mit der Natur und ihren Phänomenen dar. Das neutrale Grau des Bilduntergrunds mit all seinen Nuancen begegnet uns ja auch in der Natur.
