Alfred Hrdlička
»Ich gebe es zu, ich hab’s der Welt nie leicht gemacht, ich war unausstehlich. Aber was soll ich machen, ohne Widerstand sumpert man ja nur so dahin. Ich bin nun mal ein Mann des Widerstands.« (Alfred Hrdlička)
»Alfred Hrdlička«
Die Galerie ardizón präsentiert in der Sommerausstellung 2008 Zeichnungen, Radierungen und Skulpturen von Alfred Hrdlička. Zum ersten mal, wird eine Auswahl von Zeichungen aus der Serie »Blake und Füßli« in Österreich präsentiert. Die Serie entstand 1983 und ist eine Auseinandersetzung, von Hrdlička, mit den Werken der Künstlerfreunde Blake und Füßli. Die beiden Künstler sind bedeutende Vertreter der Romantik. Hrdlička´s Interesse galt deren autobiografischen, zum Teil sehr verschlüsselten Bildinhalten, die er sich anmaßte zu entschlüsseln.
Weiters wird unter anderem der Pornographie-Zyklus »Wiener Blut« von 1975 gezeigt. Die Mappe, mit 16 mehrheitlich in Farbe gehaltenen Radierungen, ist weniger eine Bekenntnis zur Pornographie, sie ist mehr eine Persiflage und Illustration dessen, was sich der Gesetzgeber zum »Wohl« und zur Bevormundung seiner Untertanen ausgedacht hat. Auff&auuml;llig ist der belehrende Bilderbuchcharakter, der durch die weniger emotional eingesetzten Farben unterstrichen wird.
