OGA Offene Galerie ardizón

ENDE APRIL bis ENDE MÄRZ

17.10.2009-14.11.2009

»Hubert Matt «

Nach 18 Jahren zeigt Hubert Matt in Vorarlberg wieder aktuelle Arbeiten, die letzte Einzelausstellung gab es 1991 in Bludenz, dann noch eine Gruppenausstellung 1994 in Bregenz, dann eine große Pause hierzulande. In der aktuellen Ausstellung werden Objekte und Bilder aus dem letzten Jahr zu sehen sein. Hubert Matt greift in den neuesten Arbeiten die Thematik seines Projektes »Malerei» von 1996 (Galerie Orms, Innsbruck und Kunstmesse Frankfurt) wieder auf und erweitert diesen reduzierten Ansatz radikal. Waren diese Bilder rein in Schwarz und Weiss, waren sie einfache geometrische Flächen, so kommen jetzt teilweise Farben hinzu und vorallem das Kippen des Formalen ins Gegenständliche. Die Auslotung der Möglichkeiten des Bildes in Konfrontation mit dem Textuellen stand und steht im Zentrum des Schaffens des Künstlers. Text und Bild scheinen sich einerseits zu ermöglichen, zu generieren, streiten aber andererseits um ihre Präsenz, machen sich gegenseitig die Sicht- bzw. Lesbarkeit abspenstig. »Im Vordergrund steht dabei nicht die Beschreibung von Gegenständen oder Situationen, auf die sich die Begriffe beziehen, dazu würde die konventionelle Verwendung von Schrift genügen, sondern der Übergang vom Sichtbaren ins Gedachte unter komplexen rezeptiven Bedingungen«, schreibt Heinz Gappmayer in der Publikation über »Malerei« von 1996. Neben Arbeiten auf Leinwand (besser: mit Leinwand), entwickelte sich in den letzten Jahren auch ein großes zeichnerisches Werk und es entstanden zahlreiche Objekte, Modelle und Wandobjekte. Ausgangspunkt der Arbeiten sind zumeist sprach- und bildlogische Problemstellungen. Das Problem wird aber nicht einem Diskurs, geschweige denn einer Lösung, zugeführt, sondern in Sicht- und Wahrnehmbarkeit übersetzt. Im Idealfall entsteht ein neues Problem, das sprachlich nicht erfasst ist. Steht im Design die Arbeit an der Form der Schrift noch im Dienste der Kommunikation, so tritt hier das Treiben der Form in den Dienst der Selbstreflexion des Bildes und der Auflösung jeden Sinns. Die Arbeiten lassen das Kommen und Gehen von Formen, Bedeutungen, Emotionen und Assoziationen ihre Dynamik erleben.

OGA Offene Galerie ardizón

»Promenadologie Projekt«

19.06.2011 - 26.06.2011