OGA Offene Galerie ardizón

Made in Poland

04.08.2010-04.09.2010

»Marek Firek, Staszek Koba, Julita Malinowska«

Drei Positionen zeitgenössischer polnischer Malerei: Marek Firek | Staszek Koba | Julita Malinowska (Die KünstlerInnen sind bei der Eröffnung anwesend) (con)temporary vienna Nach der Präsentation »Two Flags« im Rahmen von Soho in Ottakring 2010 zeigt die Galerie ardizón in Ihrem Ausstellungsprojekt (con)temporary vienna in der Kalvarienberggasse Arbeiten von drei MalerInnen aus Krakau/Polen. Durch das überzeugende Auftreten gelang es der jungen Bregenzer Galerie eine temporäre Präsentationsfläche von einer Wiener Immobilienagentur zur Verfügung gestellt zu bekommen. Unter anderem werden in der Ausstellung Arbeiten des Gründungsmitgliedes Marek Firek (1958) der Gruppe »Schön« gezeigt. Marek Firek und Józef Tomczyk Kurosawa (gest.2006) gründeten mit den Studenten Rafal Bujnowski, Wilhelm Sasnal und Marcin Maciejowski Mitte der 90er Jahre diese Gruppe. Sie war der Wegbereiter für eine neue junge polnische Kunstszene. Die Gruppe »Schön« vertrat die Ansicht, dass KünstlerInnen Konformisten, Konjunkturalisten sowie Lebenskonsumenten sein sollten. Der Hardliner Marek Firek hält sich mit seinen Arbeiten bis heute strikt an dieses Konzept und führt so den Kunstmarkt ad Absurdum, wie z.B. in den Serien »Picture has to be stolen« (2010), »Finish the picture« (2007) sowie »Tropical Island« (2005), die in der Ausstellung gezeigt werden. Staszek Koba (1957) stammt zwar aus derselben Generation wie Marek Firek, doch seine Malerei ist eine komplett Andere. Seine Arbeiten haben keinerlei Hierarchie. Sie können wichtig sein und unwichtig, sie bilden keinerlei Erzählung, es sind einzelne kleine Szenen, einzelne Subjekte. Insbesondere die Auswahl und die Präsentation der gezeigten Werke stellen eine Ausnahme in der Ausstellungstätigkeit des Künstlers Staszek Koba dar. Auffällig ist, dass gerade die jüngste Künstlerin Julita Malinowska (1979) in diesem Ensemble eine akademisch einwandfreie Malerei vertritt, deren zentrale Thematik die Körpersprache des Menschen darstellt. Dennoch basieren Ihre Arbeiten auf grafischen Konzeptionen mit reduziertem Hintergrund. Der die Gestik ihrer Figuren verstärkt und den Betrachterinnen ein Gefühl der sanften Unruhe vermittelt. Die so erzeugte Atmosphäre von Einsamkeit und Melancholie stellt eine neue interessante Dimension auf der Leinwand dar.

(con)temporary Vienna
by ardizón gallery
Kalvarienberggasse 15
1170 Wien
Austria

In Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Wien http://www.polnisches-institut.at/

Polnisches Instititut

Öffnungszeiten:
Mi - Fr 17:30 - 21:00 Uhr
Sa 14 - 18 Uhr

Anmerkung der Galerie:
Der Ausstellungstitel »Made in Poland« wurde von der Galerie ardizón bewusst gewählt um die gleichnamige Coverstory der deutschen Kunstzeitschrift Art 01/2009 zu ergänzen. In diesem Bericht von Lisa Altmann besteht die Gruppe »Schön« nur aus drei Gründungsmitgliedern.

OGA Offene Galerie ardizón

»Promenadologie Projekt«

19.06.2011 - 26.06.2011